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Beto's Doppelpack: Warum dieser Everton-Sieg mehr als drei Punkte bedeutet

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📅 22. März 2026⏱️ 4 Min. Lesezeit
Veröffentlicht 22.03.2026 · Beto erzielt Doppelpack, als Everton Chelsea mit 3:0 zerstört

Schauen Sie, das hat niemand erwartet. Nicht wirklich. Chelsea, frisch nach dem Champions-League-Aus, kam nach Goodison Park, um Trost zu finden. Stattdessen bekamen sie eine ordentliche Abreibung. Everton, eine Mannschaft, die wochenlang kein Tor erzielen konnte, sah plötzlich wie Weltmeister aus und fuhr einen 3:0-Sieg ein. Und Beto, der Mann, auf dessen Durchbruch wir alle gewartet hatten, lieferte endlich ab, erzielte zwei Tore und wurde der erste Toffee, der in dieser Saison mehr als einmal in einem Spiel traf. Das ist eine erstaunliche Statistik, wenn man bedenkt, dass wir bereits im Dezember sind.

Das ist der Punkt: Das war nicht nur ein Sieg; es fühlte sich wie ein Statement an. Monatelang hat Everton gekämpft, Abstiegsduelle bestritten und oft zahnlos im Angriff gewirkt. Ihr letzter Torschütze mit mehreren Toren war Demarai Gray im Mai, als er zweimal gegen Brighton traf. So lange dauerte die Durststrecke. Betos erstes Tor, ein klinischer Kopfball in der 58. Minute nach einer Flanke von Dwight McNeil, zeigte die Art von Lufthoheit, die er mitbringt. Sein zweites Tor in der Nachspielzeit, ein Abpraller nach einem abgefälschten Schuss, war die Art von hart erkämpftem Abschluss aus kurzer Distanz, die Goodison liebt. Und man konnte die Erleichterung spüren, nicht nur beim Stürmer, sondern bei der gesamten Fangemeinde.

**Chelseas Mittelfeld-Zusammenbruch**

Aber seien wir ehrlich, Chelsea hat es leicht gemacht. Mauricio Pochettinos Mannschaft wirkte völlig ideenlos. Sie schafften in der ersten Halbzeit nur zwei Torschüsse, obwohl sie über 65 % Ballbesitz hatten. Enzo Fernández, im Januar für 121 Millionen Euro gekauft, war unsichtbar. Mykhailo Mudryk, eine weitere teure Neuverpflichtung, bot im Angriff nichts und wirkte defensiv verloren. Es ist eine Sache zu verlieren, eine andere, völlig desinteressiert zu wirken, besonders nachdem man aus Europa ausgeschieden ist. Dieses Chelsea-Team hat in den letzten zwei Jahren über eine Milliarde Pfund ausgegeben, und sie spielen oft wie eine Ansammlung von Fremden. Das ist kein Coaching, das ist ein grundlegendes Problem bei der Rekrutierung und der Kultur.

Everton hingegen spielte wie besessen. Abdoulaye Doucouré war wie immer überall, leistete eine Arbeit, die zwei Männer müde gemacht hätte. Sein Tor, ein wuchtiger Schuss in der 75. Minute, verkörperte die Energie und den Wunsch, die Chelsea völlig fehlten. Jordan Pickford musste kaum eine ernsthafte Parade zeigen, ein Verdienst der Viererkette aus Ashley Young, James Tarkowski, Jarrad Branthwaite und Vitaliy Mykolenko, die standhaft blieb. Sie verteidigten nicht nur; sie frustrierten, sie belästigten und sie erstickten jede Kreativität, die Chelsea aufbringen wollte.

Dieser Sieg, der auf eine ordentliche Formkurve folgte, in der sie in den letzten vier Spielen vor diesem sieben Punkte holten, gibt Sean Dyche etwas Greifbares, worauf er aufbauen kann. Es sind nicht nur die drei Punkte; es ist das Selbstvertrauen, das aus einer dominanten Leistung gegen eine "Big Six"-Mannschaft entsteht, auch wenn diese Mannschaft derzeit nur ein Schatten ihres früheren Selbst ist. Es beweist, dass sie Tore schießen können, nicht nur Unentschieden erkämpfen.

**Der Weg der Toffees nach vorne**

Für Everton ist dieses Ergebnis kein Zufall. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Teile endlich zusammenpassen. Beto hat mit diesen beiden Toren nun eine Plattform. Die Angriffsoptionen fühlen sich vielfältiger an. Und die Abwehr, oft ihre stärkste Seite, bleibt solide. Sie sind noch nicht ganz aus dem Schneider, sitzen knapp über der Abstiegszone, aber dieser Sieg gibt einen massiven psychologischen Schub.

Meine kühne Vorhersage? Beto beendet die Saison mit einer zweistelligen Anzahl von Ligatoren. Diese Leistung gegen Chelsea wird nicht nur ein Ausrutscher sein; es ist der Beginn seiner Etablierung in der Premier League.