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Havertz' bequeme Amnesie: Warum Arsenal-Fans immer noch vorsichtig sein sollten

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📅 25. März 2026✍️ David Okafor⏱️ 4 Min. Lesezeit
Von David Okafor · Veröffentlicht 2026-03-25 · Kai Havertz: Ich habe nichts von den Gerüchten über einen Arsenal-Abgang gehört

Kai Havertz' Behauptung, er habe die Gerüchte über einen Arsenal-Abgang nicht gehört, ist entweder eine Meisterleistung der Ablenkung oder ein schockierendes Indiz für seine Medienkonsumgewohnheiten. Der deutsche Nationalspieler, der nach Deutschlands 0:0-Unentschieden gegen die Ukraine am Montag sprach, bestand darauf: "Ich habe nichts von den Gerüchten über einen Arsenal-Abgang gehört." Dies geschieht inmitten einer Flut von Berichten, insbesondere aus Deutschland, die darauf hindeuten, dass Bayern München ein echtes Interesse daran hat, den Stürmer zurück in die Bundesliga zu holen. Das Interesse der Bayern ist nicht neu; sie verfolgen ihn seit Jahren, schon vor seinem Wechsel zu Chelsea.

Der Bayern-Hype und Havertz' Zahlen

Schauen Sie, Bayern München "gerüchte" nicht einfach über Spieler; sie strategisieren. Berichte von *Bild* und *Sport BILD* haben Bayerns langjährige Bewunderung für Havertz detailliert beschrieben, der ihn als vielseitige Offensivoption sieht. Sein Berater, der auch Bayerns Jamal Musiala vertritt, soll mit dem bayerischen Verein in Kontakt gestanden haben. Das ist kein Klatsch aus der hintersten Ecke.

Und warum sollte Bayern nicht interessiert sein? Havertz beendete die Premier League-Saison 2023-24 mit 13 Toren und 7 Assists in 37 Einsätzen für Arsenal. Das sind solide Zahlen, besonders wenn man seinen langsamen Start bedenkt. Er kam nach Weihnachten richtig in Fahrt und erzielte 9 Tore in seinen letzten 14 Ligaspielen. Sein Kopfball gegen Bournemouth am 4. Mai war ein klassischer Abstauber, und sein später Siegtreffer gegen Brentford am 9. März zeigte seinen Clutch-Faktor. Er spielte 3.061 Minuten in allen Wettbewerben und bewies seine Ausdauer. Aber seien wir ehrlich, seine ersten Monate im Arsenal-Trikot waren hart, und die Ablösesumme von 65 Millionen Pfund schien hoch.

Arsenals Havertz-Dilemma

Hier ist die Sache: Arsenal hat letzten Sommer eine hohe Summe für Havertz bezahlt. 65 Millionen Pfund sind viel Geld für einen Spieler, der ein halbes Jahr lang aussah, als hätte er seine Torschützenstiefel verlegt. Sein Tor gegen Brighton am 17. Dezember fühlte sich wie ein Wendepunkt an, aber davor war die Frustration unter den Emirates-Anhängern spürbar. Der Verein hat stark investiert, und Mikel Arteta sieht ihn eindeutig als entscheidendes Puzzleteil, oft setzt er ihn als falsche Neun ein.

Aber jeder Spieler hat seinen Preis, besonders wenn ein Verein wie Bayern mit ernsthaften Absichten anruft. Arsenal ist kein Verkaufsverein, aber sie sind auch nicht immun gegen massive Angebote, besonders wenn dadurch Kapital für andere Ziele freigesetzt wird. Sie haben bereits gezeigt, dass sie auf dem Markt klug agieren können. Das Ziel des Vereins ist klar: die Premier League gewinnen. Wenn ein erhebliches Angebot für Havertz es ihnen ermöglicht, einen produktiveren Stürmer zu verpflichten, sagen wir jemanden wie Benjamin Sesko, der in dieser Saison 14 Tore in 30 Bundesliga-Einsätzen für RB Leipzig erzielt hat, ist das ein Gespräch wert.

Bequemer Gedächtnisverlust?

Havertz' Kommentar "Ich habe nichts gehört" wirkt etwas unaufrichtig. Spieler sind mehr in die Transfergerüchteküche involviert, als sie zugeben. Ihre Berater sind sich dessen sicherlich bewusst. Vielleicht blendet er es wirklich aus, aber das ist eine seltene Eigenschaft im modernen Fußball. Es ist wahrscheinlicher eine Taktik, um seine Konzentration vor der EM nicht zu stören.

Meine kühne Behauptung? Wenn Bayern ein Angebot von über 75 Millionen Pfund unterbreitet, sollte Arsenal ernsthaft in Erwägung ziehen, Havertz zu verkaufen. Er hatte eine gute zweite Saisonhälfte, aber für so viel Geld könnten sie eine Position verbessern, auf der sie dringend einen konstanten 20+-Torschützen brauchen. Und ich sage voraus, dass Havertz, trotz seiner Behauptungen, plötzlich ein viel besseres Gedächtnis für diese "Gerüchte" entwickeln wird, wenn Bayern ein ernsthaftes Angebot auf den Tisch legt.