Salahs Anfield-Abschied: Saudi-Millionen locken, aber Europa ruft immer noch
Das Flüstern ist zu einem Brüllen geworden. Mohamed Salah verlässt Liverpool. Es fühlt sich an wie das Ende einer Ära, nicht wahr? Sieben Jahre, 211 Tore in 349 Einsätzen, ein Premier-League-Titel im Jahr 2020 und die Champions League im Jahr 2019. Er ist eine Legende, ganz einfach. Aber selbst Legenden ziehen weiter, besonders wenn ein neuer Trainer, Arne Slot, kommt und die alte Garde langsam abgelöst wird. Die Frage ist jetzt nicht, *ob* er geht, sondern *wohin* er geht.
Der saudische Geldregen
Seien wir ehrlich, Saudi-Arabien ist das wahrscheinlichste Ziel. Al-Ittihad versuchte ihn letzten Sommer mit einem angeblichen Angebot von 150 Millionen Pfund zu verpflichten, das Liverpool, zu ihrer Ehre, rundheraus ablehnte. Das war vor einem Jahr. Salah ist jetzt 32, und obwohl er in der Saison 2023-24 immer noch 25 Tore in allen Wettbewerben erzielte, ist sein atemberaubendes Tempo nicht mehr ganz das, was es in seiner Debütsaison 2017-18 mit 32 Toren war. Die Saudi Pro League bietet astronomische Gehälter, die kein europäischer Verein wirklich bereit ist, für einen Spieler am Ende seiner Karriere zu zahlen, egal wie brillant er ist. Denken Sie an Cristiano Ronaldos Wechsel zu Al-Nassr im Jahr 2022 oder Karim Benzemas Wechsel zu Al-Ittihad. Salah wäre der bisher größte Name, der den Sprung wagt, und er würde zweifellos einen Vertrag über 100 Millionen Pfund pro Jahr erhalten. Er würde sofort zum unbestrittenen Star der Liga aufsteigen und deren Profil noch weiter verbessern. Hier geht es für Salah nicht nur um Geld, sondern darum, sein Erbe als globale Ikone in einer Region zu festigen, in der er bereits eine immense kulturelle Bedeutung hat.
Ein europäischer Schwanengesang?
Aber was, wenn Salah immer noch dieses Wettbewerbsfeuer für das höchste Niveau in sich trägt? Es ist unwahrscheinlich, das gebe ich zu, aber nicht unmöglich. Wenn er in Europa bleiben will, sind die Optionen weitaus begrenzter. Paris Saint-Germain ist immer auf der Suche nach einem Superstar, besonders da Kylian Mbappé zu Real Madrid wechselt. Stellen Sie sich vor, Salah würde sich mit Ousmane Dembélé und Randal Kolo Muani zusammentun. PSG könnte sich sein Gehalt und eine hohe Ablösesumme leicht leisten, auch wenn es weniger wäre, als die Saudis bieten würden. Das Problem? Die Ligue 1 ist nicht die Premier League, und Salah könnte sie trotz der Champions-League-Ambitionen als einen Rückschritt im Wettbewerb ansehen.
Dann gibt es noch Real Madrid, obwohl das wie eine Fantasie klingt. Sie haben gerade Mbappé verpflichtet und haben Vinicius Jr. und Rodrygo. Wo passt Salah hin? Barcelona ist pleite. Bayern München gibt selten viel Geld für ältere Spieler aus. Eine Rückkehr nach Italien, vielleicht zu Juventus oder Inter Mailand? Er spielte zuvor für Fiorentina und Roma, aber die Serie A ist nicht mehr das, was sie einmal war. Hier ist meine gewagte These: Wenn Salah in Europa bleibt, wird er nicht für eine traditionelle Großmacht spielen. Er würde eher zu einem Verein wie Newcastle United wechseln, der verzweifelt nach einer prominenten Neuverpflichtung sucht und von saudischem Geld unterstützt wird, aber immer noch in der Premier League spielt.
Das Anfield-Erbe
Ganz ehrlich: Salahs Abgang wird schmerzen. Er war so lange das Gesicht von Liverpools Angriff, eine konstante Tormaschine, die selten ein Spiel verpasste. Seine 18 Premier-League-Tore in der Saison 2023-24 waren entscheidend, auch wenn die Form des Teams gegen Ende von Jürgen Klopps Amtszeit nachließ. Aber vielleicht ist es für beide Seiten an der Zeit, weiterzuziehen. Liverpool muss sich neu aufstellen, und Salah verdient einen letzten riesigen Zahltag und die Chance, irgendwo neu der unbestrittene König zu sein. Es ist schließlich ein Geschäft.
Meine kühne Vorhersage? Mohamed Salah wird bis zum 1. August als Spieler von Al-Ittihad vorgestellt, einen Zweijahresvertrag über eine atemberaubende Summe unterschreiben, und Liverpool wird rund 80 Millionen Pfund für seinen scheidenden König einstreichen.